Das Projekt

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Zusammen kommen wir weiter

In der ersten Runde von 2014-2016 haben wir mit Unterstützung des Innovationsfonds des Bundesjugendministeriums und in Kooperation mit Bildungsstätten Förder-, Haupt- und Realschulen fit gemacht für den internationalen Jugendaustausch, um ihren ‚austauschfernen‘ Jugendlichen internationale Erfahrungen zu ermöglichen.

Internationale Jugendbegegnungen geben jungen Menschen die Möglichkeit, sich selbst anders wahr­zunehmen, Kompetenzen zu entdecken, zu zeigen und zu entwickeln. Das Projekt ermöglicht vor allem sozial benachteiligten Jugendlichen, die unter den Teilnehmenden internationaler Jugend­begeg­nungen unterrepräsentiert sind, die Möglichkeit zur Teilnahme an diesem Bildungsformat. Gerade diese Ziel­gruppe profitiert überproportional von der Teilnahme und dem damit verbundenen Perspektivwechsel.

Entstanden sind in dieser ersten Runde eine Broschüre zur Kooperation schulischer ‚formaler‘ und außerschulischer ‚non-formaler‘ Bildung, die Internetseite mit den Erfahrungen, Ergebnissen und Erlebnissen der ersten Runde, einem Bildungsstätten-Sucher und praktischen Hinweisen für Kooperationen schulischer und außerschulischer Partner. Entstanden sind aber auch neue deutsch-polnische Partnerschaften, die andauern. Zwischen den Projektpartnern. Zwischen den Jugendlichen.

Jetzt beruflich!

Darauf aufbauend konnte die Stiftung neue Länder für eine zweite Runde „Zusammen kommen wir weiter“ gewonnen werden: Jetzt beruflich! Diesmal geht es um die berufliche Orientierung und Ausbildungsvorbereitung. Jugendliche werden in Jugendbegegnungen erste internationale Erfahrungen gewinnen – und wer sich traut, wird für ein Praktikum im Nachbarland fit gemacht.

In der ersten Projektphase im Schuljahr 2018/2019 nehmen junge Menschen aus Polen und Deutsch­land in Bildungsstätten an ca. 40 Jugendbegegnungen teil. Diese Projekte werden in Kooperationen von Trägern der formalen und non-formalen Bildung (Förder-, Haupt-, Real- und Berufsschulen sowie Trägern der Berufsvorbereitung und der Jugendsozialarbeit) vorbereitet und durchgeführt, wobei der Partizipation von Jugendlichen eine wichtige Rolle zukommt.

Während der Jugendbegegnungen z.B. durch Firmenbegehungen, Thementage und inhaltliche Work­shops kommen die Jugendlichen in Kontakt mit der Arbeitswelt und werden für die Praktika motiviert. Die Erfahrungen, die sie zuerst bei den Jugendbegegnungen und dann bei den Praktika gewinnen kön­nen: Leben in einem für sie bis dahin unbekannten Umfeld, Hemmungen abbauen, in mehr­sprachi­gen Teams arbeiten, sind wichtige Erfahrungen, die den Start ins berufliche Leben erleichtern.

Im Schuljahr 2019/2020 sollen mindestens 20 Jugendliche aus jedem Land ein 30-tägiges Praktikum im anderen Land absolvieren. Das kann ein Schnupperpraktikum sein, um verschiedene Berufsfelder kennen­zulernen und sich zu orientieren, ein Praktikum, um auszutesten, ob der Wunschberuf der richtige sein könnte, oder ein Praktikum als Teil der begonnen Ausbildung.

Wir wollen über den Projektzeitraum hinaus dafür ein Netzwerk von Unternehmen und Institutionen in der deutsch-polnischen Grenzregion aufbauen, die dauerhaft grenzüberschreitend qualitative Praktikumsplätze anbieten. Dabei werden vor allem die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen sowie die Wojewodschaften Zachodnio-Pomorskie (Westpommern), Lubuskie (Lebus), Dolnośląskie (Niederschlesien) und Wielkopolskie (Großpolen) einbezogen.