Zusammenarbeit in einem deutsch-polnischen Team

Hirschluch_2Ziel war es die Zusammenarbeit in deutsch-polnischen Teams einzuüben und somit eine Voraussetzung dafür zu schaffen, dass Jugendliche sich für ein Praktikum im Partnerland entscheiden können, wenn sie die Erfahrung machen, dass eine solche Zusammenarbeit funktionieren und Spaß machen kann. Es handelte sich um die erste Begegnung zwischen zwei Schulen – Berufskolleg Geldern und Lubelskie Centrum Kształcenia Zawodowego i Ustawicznego.

Zur Gruppe

Hirschluch_1Die Gruppe bestand ausschließlich aus männlichen Teilnehmern, die überwiegend in den technischen Berufen Mechaniker/Mechatroniker, zu einem kleinen Teil auch in den Bereichen Informatik und Druckgrafik, lernen.

 

Wie wurde das Thema „berufliche Orientierung“ behandelt?

Die TN stellten schnell fest, dass die Kommunikation untereinander nicht so schwierig war, weil alle einen ähnlichen beruflichen Hintergrund hatten und der Austausch zu Themen im Berufsfeld (Technik) aufgrund ähnlicher Begrifflichkeiten und Erfahrungen so ermöglicht wurde. Darüber hinaus war das Interesse an der Sprache des Partners relativ groß und spielte im Rahmen von Übungen zur Sprachanimation sowie bei informellen Kontakten zwischen den TN eine besondere Rolle.

Kurz über die Methoden

Die Jugendlichen habe wiederholt hervorgehoben, dass sie besonders das Vertrauen schätzen, das ihnen von Seiten des pädagogischen Teams entgegengebracht wurde: dies bezog sich nicht nur darauf, im Rahmen der Projektarbeit Geräte, Maschinen und Fahrzeuge eigenständig nutzen zu können, sondern auch auf die Möglichkeit, in einem gewissen Rahmen eigene Ideen einzubringen und bei Entscheidungen unterstützt zu werden. Diese partizipative Herangehensweise wurde jedoch durch die Lehrer/innen immer wieder in Frage gestellt und eingeschränkt.

Das Vertrauen zwischen den beiden Gruppen wurde aufgebaut und Lust auf das jeweils andere Land geweckt. Am Ende der Begegnung konnten mehr als 50% der Jugendlichen sich vorstellen, ein Praktikum im Partnerland zu machen.

Das Vertrauen zwischen den beiden Gruppen wurde aufgebaut und das Interesse an dem jeweils anderen Land geweckt. Am Ende der Begegnung konnten mehr als die Hälfte der Jugendlichen sich vorstellen, ein Praktikum im Partnerland zu absolvieren. Dabei ist es wichtig, dass die Schulen an diese Motivation anknüpfen, sich auf geeignete Zeiträume für Praktkika einigen und die Schüler aktiv in ihrem Vorhaben unterstützen.

Es war das erste Mal, dass wir eine reine „Männergruppe“ im Rahmen einer internationalen Begegnung hatten; dies hat jedoch weder den Spaß der Jugendlichen noch die Zielerreichung beeinträchtigt. Die Gruppe wird aber wahrscheinlich als die „gefräßigste“ in die Annalen der Bildungsstätte eingehen.